Die nördlichste Grafschaft Irlands wird von den Bergen der Blue Stack Mountains, der Derry Veagh Mountains sowie den Erhebungen auf der Halbinsel Inishowen dominiert. Die Küste Donegals ist stark zerklüftet. Hier finden sich zwischen wilden Klippen oft kilometerlange Sandstrände.
Killybegs, beliebte Hafenstadt in der Grafschaft Donegal
Slieve League, die höchste Seeklippe Europas, fällt 600 Meter steil in den Atlantik ab und ist eine der Top Sehenswürdigkeiten im County Donegal.
Der One Man’s Path, ein schmaler, knapp 60 Zentimeter breiter Weg, der nur von schwindelfreien Wanderern begangen werden sollte, führt auf einer atemberaubenden Route zwischen nackten Felsen von Bunglass Cliff nach Malin Head, dem nördlichsten Punkt in Irland.
Einer der vielen Traumstrände in Donegal
Unberührte Natur und das kristallklare Wasser des Atlantiks prägen die prächtige Donegal Bay. Die Strände zwischen Bundoran und Donegal Town zählen zu den besten Surfrevieren Irlands.
Wobei sich die Spitzenkönner in erster Linie in dem kleinen Badeort Rossnowlagh tummeln. Für Badegäste oder Surfanfänger eigenet sich der Tullan Strand bei Bundoran.
Der Hauptort der Grafschaft ist Letterkenny. Die 10.000-Seelen-Gemeinde liegt am River Swilly, genau an der Stelle, wo der Fluss in den Lough Swilly, einen 40 Kilometer langen Mündungssee, übergeht. Letterkenny selbst bietet wenig Sehenswertes, wenn man von der neogotischen St. Eunan’s Cathedral mit ihren keltischen Schriftzeichen absieht.
Donegal Castle
In Donegal Town , bekannt als Heimat des Tweed-Stoffs, laufen die drei wichtigsten Straßen auf dem zentralen Platz The Diamond mit seinem hoch aufragenden Obelisken zusammen. Historische Bedeutung erhielt Donegal als Stammsitz der O’Donnels, der einstigen Herrscher im Nordwesten der Grünen Insel. Heute erinnert noch das 1474 errichtete Donegal Castle an die Herrschaft der O’Donnels.
Ballyshannon
Mit Ballyshannon befindet sich auch die älteste Stadt Irlands in der Grafschaft Donegal. Die Kleinstadt ist der Geburtsort des Dichters Allingham und des Rock-Gitarristen Rory Gallagher. In Gedenken an Letzteren findet alljährlich im Sommer das internationale „Tribute Festival“ statt.
Ganz in der Nähe finden Sie die Assaroe Wasserfälle und die beeindruckenden Ruinen der ehemaligen Zisterzienserabtei von Assaroe.
Das Ballyshannon Folk and Traditional music festival, welches hier jedes Jahr Ende Juli/Anfang August stattfindet, mit seinen zahlreichen Sessions und dem Pub Street Entertainment, ist ohne Zweifel ein unvergessliches Festival Wochenende wert.
(Zur Webseite des Festivals)
Der charmante Ferienort Rathmullan
Einen Besuch wert ist auch Rathmullan. Der charmante Ferienort mit seinen historischen Straßen und Gassen erlangte durch einen symbolischen Akt Berühmtheit.
Die O’Neills und O’Donnells verließen von hier 1607 die Grüne Insel. Ein Ereignis, das als Flight of the Earls Eingang in die Geschichtsbücher fand und das Ende des gälischen Irlands sowie den endgültigen Triumph der englischen Besatzer dokumentiert. Im gleichnamigen Heritage Centre, das ironischerweise in einem britischen Fort aus dem frühen 19. Jahrhundert untergebracht ist, werden die Flucht der O’Neills und O’Donnells sowie ihre Hintergründe anschaulich aufbereitet. Sehenswert ist zudem die Rathmullan Priory aus dem 6. Jahrhundert.
Ganz andere Berühmtheit besitzt Dungloe. In dem Dörfchen an der Südseite der Rosses steigt alljährlich der Schönheitswettbewerb Mary from Dungloe . Die Geschichte der Mary von Dungloe ist traurig, das Fest, das ihren Namen trägt, ein fröhliches Zehn-Tage-Ereignis. Die schöne Mary Gallagher wollte einen jungen Mann heiraten, aber ihre Eltern ließen es nicht zu. Er reiste 1861 nach Amerika. Sie verschmähte alle anderen Bewerber. Schließlich folgte sie ihrem Bruder nach Neuseeland, wo sie heiratete und jung starb. Ein Steinmetz aus dem Umland von Dungloe komponierte zu der Geschichte ein Lied, das 1968 von der Balladen-Band Emmet Spiceland wiederentdeckt wurde. „Mary of Dungloe“ erwies sich als Bestseller – und als Initiator für das Festival mit viel Musik, Tanz und Craic, dem ur-irischen Wort für fröhliches Vergnügen. Höhepunkt ist die Wahl der „Mary“, zu der Mädchen aus aller Welt antreten.
Das Dorf Glencolumbcille
Glencolumcille Folk Village und Museum
Das Küstenörtchen Glencolumbkille hat seine Bedeutung als religiöses Zentrum St. Columba zu verdanken. Es liegt auf der Halbinsel Slieve League und ist unbedingt einen Besuch wert.
An den Heiligen, der die Dämonen mit Steinwürfen ins Meer getrieben haben soll, erinnert ein Kreuzweg: 15 hohe Steintafeln mit Muster der Kelten, von Alter und Andacht schon ganz schmal, verwittert und verwischt.
Empfehlenswert in Glencolumbkille ist das Glencolumcille Folk Village und Museum, eine Art Museumsdorf. Hier können Sie buchstäblich 300 Jahre Geschichte durchwandern und zwar durch Gebäude, die mit dem Inventar aus eben dieser Zeit eingerichtet sind.
Lough Derg, der "Rote See"
Ein Treffpunkt der Gläubigen ist auch der Lough Derg . Der „Rote See” ruht in einer einsamen Mondlandschaft an der Grenze zwischen Fermanagh und Donegal. Inmitten des Gewässers liegt Station Island. Hier ist mit St. Patrick’s Purgatory, dem Fegefeuer des Schutzheiligen, eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Irlands zu finden. Auf der Insel stehen zwei Kirchen, einige Hospize und Reste von Mönchszellen. Der heilige Patrick soll auf Station Island 40 Tage im Gebet gefastet haben. Die heutigen Pilger tun es ihm alljährlich in der Zeit vom 1. Juni bis 15. August gleich. Drei Tage lang muss der Büßer barfuss und unentwegt betend um die Bußbetten wandeln. Schlaf ist in der ersten Nacht nicht erlaubt. Als Nahrung dienen allein black tea, also heißes Wasser mit Salz und Pfeffer, sowie Toastbrot. Während der Wallfahrtszeit ist die Insel lediglich aufrichtigen Pilgern und Bußgängern zugänglich.
Naturschönheit Glenveagh
Jagdschloss Glenveagh Castle
Zu den Naturschönheiten in Donegal zählt ganz sicher auch Glenveagh. Einen besonderen Blickfang im 1986 gegründeten Glenveagh Nationalpark bildet das Jagdschloss Glenveagh Castle.
Bevor der Prunksitz im schottischen Baronial Style im Jahre 1870 fertig gestellt wurde, vertrieb Sir John George Adair hemmungslos nicht weniger als 244 Farmer und ihre Familien.
Eingebettet ist der Herrensitz in einen 10.000 Hektar großen Park, in dem Irlands größter Rotwildbestand zuhause ist.
Das dünn besiedelte Gebiet rund um den Nationalpark gilt auch als Heimat des heiligen Colum Cille. Ein Oratorium am Lough Akibbon soll im Jahre 521 oder 543 seine Geburtsstätte gewesen sein.
Grianán of Aileach, das Rundfort
Zu den Attraktionen der Grafschaft zählt ferner Grianán of Aileach. Das Rundfort auf einer 230 Meter hohen Hügelkuppe des Greenan Mountain eröffnet spektakuläre Panoramablicke über den Lough Swilly und bis nach Derry in Nordirland .
Obschon sich hier Spuren prähistorischer Ansiedlungen finden, stammt die Verteidigungsanlage wohl aus nachchristlicher Zeit. Die Ringfestung ist knapp fünf Meter hoch und misst einen Durchmesser von 24 Metern. 1870 wurde die Festung renoviert. Eine schwarze Linie verdeutlicht heute, welche Teile original sind und welche später dazugekommen sind. Vermutlich war das Ringfort ursprünglich eine Gebetsstätte. Vom 5. bis 12. Jahrhundert diente es dann den Königen von Ulster als Residenz.
Tory Island
Tory Island liegt 14 km nordwestlich vor der Küste von Donegal im Atlantik und ist somit der nordwestlichste (bewohnte) Punkt Europas.
Die Insel Tory Island kann im Sommer mit der Personenfähre ab Magheroarty oder von Bunbeg Harbour aus erreicht werden, im Winter oder bei stürmischem Wetter manchmal aber auch gar nicht.
Ein ausführliches Special über Tory Island bietet diese Seite: Tory Island
Wo liegt Donegal?
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Der irische Name für Donegal, Dhúnna nGall, bedeutet "Festung der Fremden".
Dieser Name bezog sich auf den im 9. Jh. von den Wikingern gehaltenen Stützpunkt hier. Eigentlich merkwürdig, das einer der "uririschen" Countynamen eher eine Referenz auf Nichtiren ist ...
Wie dem auch sei - Donegals Einwohner sind auch nach ihrem Hauptnahrungsmittel benannt worden. Sie sind die "Herring Gutters", die Heringsausnehmer. Will man auf die irische Tradition verweisen, spricht man jedoch weder von Wikingern noch von Heringen, sondern vom "O'Donnell County". Achtung: Hier ist die altehrwürdige Sippe der O'Donnells gemeint, nicht der weichgespülte Daniel ...
Da Donegal aber definitiv weit ab vom Schuss liegt, hat es noch einen anderen Spitznamen - "Donegal, the Forgotten County"
Tweed aus Donegal
Im Jahre 1866 gegründet, “Magee Clothing”.
Hier gibt es den beliebten handgewebten, kräftig und robusten Donegal Tweed. Tweed Jackets, traditionelle irische Wollpullover, Schals und vieles mehr.
Ein Besuch bei Magee, ob online oder direkt vor Ort, lohnt immer!
Wer sich umfangreicher über das Thema informieren möchte, besucht das Ardara Heritage Centre. Dieses Heritage Centre veranschaulicht die Geschichte des Tweeds von Donegal, vom Scheren der Donegal Schafe bis zum Weben der Stoffe.
Leo ‘s Tavern liegt in der schönen und malerischen Grafschaft Donegal, im Dorf Meenaleck. Dieser Pub ist für seine Musik als Geburtsort der weltberühmten musikalischen Talente Enya, Clannad und Moya Brennan bekannt.
Leo’s Tavern in Meenaleck bei Crolly ist ein wahres Mekka für Fans der irischen Band Clannad sowie den Sängerinnen Enya und Moya Brennan geworden.
Stammen doch alle diese Musiker vom selben Vater ab, dem legendären Leo Brennan, der hier im Pub noch regelmäßig Sing-along-Abende veranstaltet und dabei viele bekannte Lieder singt.