Clifden

Die sogenannte Hauptstadt von Connemara liegt im Westen der Provinz. Umgeben von einer malerischen Berglandschaft im Osten und atemberaubenden Küstenlandschaft im Westen, Clifden ist ein willkommenes 'Wasserloch' für Touristen.

Clifden ist mit einer Population von unter 3.000 Einwohnern ein eher kleiner Ort, aber wenn man den ganzen Tag durch Connemara fährt und sich dann einen Kaffee und Kuchen in einem der vielen Cafés und Restaurants gönnt, kommt das Dorf einem vor wie eine hektische Metropole.

Verfehlen kann man das Städtchen kaum, da alle Straßen Connemaras mit mehr oder weniger langen Umwegen nach Clifden führen. Die schnellste Verbindung ist die N59 von Galway im Südosten, bzw. von Leenane/Letterfrack im Nordosten.

Wer etwas Zeit hat und von Galway kommt, für den lohnen sich die Umwege über die kleinen Landstraßen entlang der Galway Bay und der Atlantik Küste (R336, R340 & R341).

Der ursprüngliche Ortskern Clifdens ist geformt in einem ovalen Straßenverlauf, bestehend aus der Main Street und Market Street. Der Marktplatz, das Herzstück des Dorfes und verziert mit einem Obelisken, verbindet beide Straßen.

Farbenfrohe Geschäftsfronten laden Touristen zum Souvenir shoppen ein. Alles, was das Touristenherz begehrt, vom Aran Sweater, über Tin Whistles bis hin zu handgemachten Torffiguren, wird einem freundlichst angeboten. Die größeren Lebensmittelläden, so wie Fast Food Ketten befinden sich östlich, etwas ausserhalb im relativ neuen Industriegebiet von Clifden.

Clifden ist auch bekannt als ‘Gourmet Hauptstadt’ des Westen. Die direkte Lage zum Atlantik und die große Vielfalt an lokalen Fischsorten und Meeresfrüchten bietet es an, den frischen Fang gleich im Restaurant zu geniessen. Doch auch Liebhaber von Lamm und Rind kommen hier nicht zu kurz.

Video: Clifden Ireland

Wie viele andere Orte an der irischen Westküste hat auch Clifden seine saisonbedingten Besucherandränge. Während der Herbst- und Winterzeiten ist es ein relativ verschlafendes Dorf, doch kaum, dass die Urlaubszeit um Ostern herum beginnt, verdoppelt, wenn nicht sogar verdreifacht sich die Population.

Selbst Einheimische aus ganz Irland wählen Connemara als ihr Wochenendausflugsziel und übernachten meistens im Ort. Daher ist es ratsam eine Unterkunft im Voraus zu buchen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten einen Schlafplatz für jedes Budget zu finden.

Von Jugendherbergen, familienbetriebenen Bed and Breakfast Häusern bis hin zu 3 oder 4 Sterne Hotels, ist alles vor Ort vorhanden.

Selbst ein sauberer und gut geführter Camping Platz liegt nicht weit entfernt an der N59 in Richtung Letterfrack.

Im August und September ist es besonders schwierig kurzfristig eine Unterkunft zu buchen. Denn dann ist Festivalzeit in Clifden. Jeden dritten Donnerstag im August ist Clifden Gastgeber des ‘Connemara Pony Festivals’. Vier Tage lang können Besucher sich die für diese Region berühmten Pferde aus nächster Nähe betrachten, wenn Reiter und Tiere in verschiedenen Pferdesportarten den Gewinner untereinander ausmachen.

Auch interessant ist der Connemara Pony Markt am Sonntag, wenn um jeden Cent gehandelt wird. Vorsicht nur, dass man selbst nicht in den Kaufrausch verfällt. Auch wenn es nur ein Pony ist, es immer noch zu groß und zu schwer für den Reisekoffer!

Kaum dass dieses Festival vorüber ist, wird auch schon alles für das nächste Event vorbereitet. Seit 35 Jahren wird im September das ‘Clifden Arts Festival’ gefeiert. Ein mittlerweile zehn-Tage-Marathon, gefüllt mit Literatur, Musik, Theater, Kunstausstellungen und Poesie, das nahezu jedes Gebäude im Ort beansprucht.

Besonders beliebt unter den Besuchern sind die abendlichen traditionellen ‘Gigs and Reels’ in den Pubs. Kaum ein Gast kann seine Füße ruhig unterm Tisch halten, wenn die Fidel mit der Bodhrán flirtet.

Für viele ist der Grund des Clifden Besuches natürlich die einzigartige Landschaft, die Connemara bietet. Von Clifden aus kann man geführte Wanderungen, Fahrrad-, Pony-, Segel- oder Bootstouren, sowie andere Wassersportarten buchen, z.B. Tauchen oder Surfen.

Ein besonderes Schmankerl was Küstenlandschaften betrifft, liegt im Westen von Clifden. Von vielen Touristen unbewusst missachtet, findet man die atemberaubende Sky Road . Eine 11 Kilometer lange Straße, die vom Marktplatz im Ortskern beginnt (Achtung, rechts bei der Straßengabelung abbiegen!)

Etwas später erreicht man die Ruine des Clifden Castle , dem ehemaligen Besitz von John D’Arcy, Gründer von Clifden im 19. Jahrhundert.

Besucher können sich nach ca. einem Kilometer Fußmarsch die Ruine auch aus der Nähe ansehen. Doch selbst von der Sky Road aus hat man einen wunderbaren Blick auf das Schloss, das umgeben ist von sanften grünen Hügeln und der Clifden Bucht.

Am Westzipfel der Sky Road in Eyrephort angekommen, trifft man auf einen kleinen, aber traumhaften Strand, von dem man, wenn das Wetter mitspielt, die schönsten Sonnenuntergänge betrachten kann. Je nach Laune könnte man nach Beendigung der Sky Road die Küstentour auch weiter nördlich verlängern und über Claddagh Duff in Richtung Cleggan fahren, und von dort aus die Fähre nach Inishbofin nehmen.

Auch wenn Connemara geographisch nicht sehr groß ist, und man ohne weiteres die Distanzen innerhalb eines Tages bewältigen kann, sollte man sich doch mindestens zwei bis drei Tage Zeit nehmen, um Connemara wirklich zu erleben und nicht nur am Autofenster vorbei rauschen zu sehen.

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