MacGillycuddy's Reeks

Irlands höchster Gebirgszug ist ca. 19km lang und befindet sich im County Kerry.


MacGillycuddy's Reeks (Na Cruacha Dubha = die schwarzen Berge) bestehen aus durch Gletscher geschliffenen Sandstein und sind Teil des amorikanischen Hochlands, welches sich auf dem Kontinent (Frankreich) fortsetzt.

Sie liegen westlich des Killarney Nationalpark und bilden sozusagen das Rückgrat der Iveragh Peninsula (Halbinsel). Seinen Namen hat der Höhenzug übrigens von McGillycuddy of the Reeks, einem ureingesessenen Clan, deren direkter Vorfahre 125 n.Chr. der King of Munster war. Den Clan gibt es übrigens heute noch immer und das jetzige Oberhaupt der Familie (Donough McGillycuddy) lebt in Süd-Afrika.

Im MacGillycuddy’s Reeks stehen unter anderem auch die drei höchsten Berge Irlands, mit Gipfeln über 1000m. Es sind:

der Caher (Cathair na Féinne = Festung der Fenier) mit 1001m, der Beenkeragh (Binn Chaorach = Schafsberg) mit 1010m,

und der mit 1038m höchste Berg; der Carrauntoohill (Corrán Tuathail = Tuathals Sichel), der nicht nur durch seine Gröβe leicht erkennbar ist, sondern auch durch das 5m hohe Kreuz auf der Spitze, welches inzwischen durch zahlreiche Blitzeinschläge ziemlich geschwärzt ist.

Solltet Ihr jemals vorhaben, diesen oder gar mehrere Berge hier zu besteigen, unterschätzt sie bitte nicht und informiert Euch dementsprechend über die möglichen und machbaren Aufstiege.

Video: MacGillycuddy's Reeks

Viele bevorzugen immer noch den Aufstieg über die “devil’s ladder”, die aber inzwischen durch Erosion und zu viele Besucher nicht besser geworden ist. Kurz bevor Ihr aber zur devil’s ladder kommt, könnt Ihr nach links abbiegen und die Zig-Zags benutzen, die jetzt viel einfacher zu finden sind als früher, als die Ladder den Hauptweg bildete.

Der kleinere Nachbar Beenkeragh sollte allerdings nur von erfahrenen Bergsteigern/ -wanderern erklommen werden, da er noch abgeschiedener und gefährlicher sein kann.

Noch viel schöner, aber auch leider anstrengender ist die ca. 9-Stunden dauernde Wanderung vom Kate Kearney‘s Cottage Richtung Westen über mehr als 10 Berge, einschlieβlich dem Carrauntoohill zum Lough Acoose und weiter nach Glencar.

Dieser Weg (rund 20km) verlangt wirklich etwas vorsichtigeres Klettern insbesondere auf der östlichen Seite rund um “the Big Gun” (939m), doch wenn alles stimmt, werdet Ihr mit unglaublichen Ausblicken belohnt, die Ihr bestimmt nie wieder vergessen werdet. Hier ist eine kleine Hilfestellung (in englisch) für die Planung: http://www.activeme.ie/useful-info/planning-a-trip/.

Desweiteren ist die Beschilderung auf den kleinen Straßen noch immer nicht die beste und schnell steht man mit dem Auto vor einer Scheune, oder die Straße ist plötzlich nicht mehr geteert. Inzwischen haben aber fast alle Besucher von Irland die Prüfung in der irischen 7-Punkt Wendung bestanden, um wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

Es gibt hier auf den Reeks etliche Wanderwege, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene, die nur darauf warten, von Euch bewandert zu werden. Also, nichts wie hin! Viel Spaβ!

Der Carrantuohill

Der Carrauntoohil ist mit seinen 1.041 m nicht nur höchster Berg der Macgillycuddy’s Reeks sondern auch der gesamten Insel. Wer dem aus Gletschern geformten Sandsteinmassiv zum ersten Mal begegnet und es z. B. mit den majestätischen Cols der Schweizer Berge vergleicht, dem erscheint der Carrauntoohil fast ein wenig zierlich. Aber ihn zu unterschätzen wäre ein schwerwiegender Fehler.

Der Carrauntoohil – Wolf im Schafspelz

In Irland folgt ein Regenschauer auf den nächsten – und dazwischen, regnet es. Auch wenn die Engländer mit diesem Spruch und ihrem bekannten schwarzen Humor deutlich übertreiben, ist etwas Wahres daran. Nicht umsonst trägt die Insel ihr grünes Kleid. Doch gerade die Witterungsverhältnisse können den Carrauntoohil zum lebensgefährlichen Berg machen.

Im Idealfall ist für den Aufstieg keine spezielle Gebirgsausrüstung erforderlich. Trittsicherheit und die richtige Kleidung (vor allem gute Bergstiefel) sollten wie für jede Bergexkursion eigentlich selbstverständlich sein.

Immer wieder lassen sich Touristen dazu verleiten und unterschätzen den Carrauntoohil. Sie übersehen, dass sich der Berg direkt von Meereshöhe über einen Kilometer in den Himmel erhebt. Wanderer oberhalb der 500 m Grenze finden hier alpine Wetterverhältnisse vor.

Auf grobe Fehleinschätzungen weisen die Gedenktafeln für ums Leben gekommene Bergwanderer hin. Der erfahrene Bergwanderer wird demnach auch dem Carrauntoohil den nötigen Respekt erweisen.

Der Carrauntoohil – über Routen und Besonderheiten

Während es eine Zeit lang sehr beliebt war, den Aufstieg über die traditionelle „Devil’s Ladder“ von Cronin’s Yard oder Lisleibane aus in Angriff zu nehmen, muss heute davon abgeraten werden.

Die Teufelsleiter trägt ihren gefährlichen Namen inzwischen zu recht. Auch durch den Anstieg des Tourismus und durch die zahlreichen Besteigungen kam es zu starken Erosionen am Berg. Geröll und lockere Felsbrocken machen den Aufstieg zu einem unkalkulierbaren Risiko. Bei einem plötzlichen Wetterumschwung wird es auf der Devil’s Ladder zudem extrem rutschig. Als Alternativroute bietet sich die Brother O’Shea’s Gully-Route an.

Aber selbstverständlich müssen auch hier die Wetterbedingungen beachtet werden. Richtige Berggämsen können sich für die Caher Route, vielleicht inklusive „Horseshoe“, entscheiden. Hier werden mit dem Caher (1.001 m), dem Beenkeeragh (1.010m) und Carrauntoohil (1.041 m) die drei höchsten Gipfel Irlands bestiegen. Bestimmt ein guter Einstieg, um später einmal dem attraktivsten Berg Europas einen Besuch abzustatten, dem Matterhorn (4.478 m).

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