County Laois

In den irischen Midlands in der Provinz Leinster gelegen, wird die Grafschaft Laois von landwirtschaftlichen Nutzflächen dominiert.

Rund 70 Prozent der gut 1.700 Quadratkilometer großen Fläche des Countys werden als Weide- oder Ackerland genutzt.

Im Nordwesten von Laois liegen die Slieve Bloom Mountains mit dem 486 Meter hohen Baureigh Mountain als höchster Erhebung. Inmitten der Berge bieten unweit des Dörfchens Clonaslee die Glenbarrow Wasserfälle ein besonderes Naturschauspiel.

Und auch das Bergdörfchen Ballyfin in Irland nennt mit den Cathole Falls einen netten, kleinen Wasserfall sein Eigen. Gemäß einer Überlieferung soll Fionn Mac Cumhaill in Ballyfin aufgewachsen sein. Die Sagengestalt soll vom berühmten Salmon of Knowledge gegessen haben.

Darf man einer populären Legende Glauben schenken, so sollte derjenige, der den Lachs des Wissens fängt und etwas von ihm verspeist, alle Kenntnisse der Welt in sich vereinen. Dem weisen Finnéigreas gelang eines Tages der große Fang. Er gab ihn dem jungen Fionn mit dem Auftrag, den Fisch zu braten, aber nichts davon zu essen. Der Häuptlingssohn hielt sich angeblich an den Auftrag. Als der Lachs gebraten war, fiel dem Jungen eine kleine Unebenheit auf der silbrigen Haut des Fisches auf. Er brach sie ab, um sie wegzuwerfen. Weil der Hautfetzen ihm den Daumen verbrannte, steckte er den Finger in den Mund. Als Finnéigreas in sein Haus trat, sah er in den Augen des Kindes, und wusste, dass er ihm nichts mehr beibringen konnte. Er schickte ihn weg. Und wann immer Fionn fortan ein Problem hatte, steckte er einfach den Daumen in den Mund und fand eine Lösung. Lachsangler dürfen sich also keine Hoffnung mehr machen, den Lachs des Wissens zu fangen. Doch es soll da noch irgendwo auf der Grünen Insel den Salmon of Wealth, den Lachs des Reichtums, geben – eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht.

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In Sichtweite der Slieve Bloom Mountains befindet sich der Rock of Dunamase. Rund 45 Meter erhebt sich der mächtige Felsen aus einer Ebene empor. Mehr als 1.100 Jahre zurück reichen Spuren der ersten Besiedlung des Felsens. Im 12. Jahrhundert wurde hier eine Festung errichtet. Heute sind jedoch lediglich die Ruinen der Burg zu sehen. Dafür locken herrliche Panoramablicke auf Laois.

Eine weitere Landmarke in Laois ist Emo Court, ein neoklassizistisches Herrenhaus aus dem Jahre 1790, das nach Plänen des Architekten James Gandon errichtet wurde.

Zu dem stattlichen Herrenhaus gehört eine großzügige Parkanlage mit Waldstücken, einem See und Formgärten. Kaum minder attraktiv mutet Castle Durrow an. Das stolze Landhaus entstand zwischen 1712 und 1716 und beherbergt heute ein Luxushotel. Ein weiteres sehenswertes Castle kann in Ballaghmore südwestlich des Verwaltungssitzes Portlaoise in Augenschein genommen werden.

Die renovierte Burg aus dem 15. Jahrhundert wird heute ebenfalls als Hotel genutzt. Eine Besonderheit ist die Sheela na Gig an einer der Außenmauern. Die groteske Figur der keltischen Fruchtbarkeitsgöttin symbolisierte mit ihren ausgeprägten Geschlechtsmerkmalen in längst vergangenen Tagen vermutlich die Sünde.

Mountmellick im Norden der Grafschaft ist für ein ganz anderes Phänomen bekannt. In der 4.000-Seelen-Gemeinde am Ufer des River Owenass steht der angeblich größte „Ganzjahresweihnachtsbaum“ in Europa. Derweil fällt in Timahoe ein gut erhaltener Rundturm aus dem 12. Jahrhundert ins Auge. 30 Meter reckt sich das Gemäuer im Herzen des Dorfes in den Himmel.

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