Dingle

Bunte Häuserfassaden und faszinierende Küstenlandschaften – die Kleinstadt im Westen Irland besitzt ein besonders Flair und wird von vielen Besuchern als eine Perle in der Grafschaft Kerry bezeichnet.

Dingle liegt auf einer Halbinsel an der Atlantikküste und zählt rund 1.800 Einwohner.

Alte Traditionen und Bräuche besitzen in Dingle einen hohen Stellenwert. Anders als in vielen anderen Städten in Irland wird hier vorrangig gälisch gesprochen. Die Ursprünge dieser alten Sprache liegen im Keltischen.

Die Bezeichnungen auf Ortsschildern und Hinweistafeln werden in Dingle jeweils in englisch und in gälisch wiedergegeben. Besucher, die an irischen Traditionen interessiert sind, haben mit der kleinen Stadt Dingle den richtigen Aufenthaltsort gewählt.

Die geschichtlichen Ursprünge von Dingle

Die genaue historische Entwicklung der kleinen Stadt an der Atlantikküste liegt im Dunkeln der Geschichte verborgen. Der Überlieferung zufolge geht die Entstehung des Ortes auf normannische Siedler zurück, die hier im 13. Jahrhundert eine Handlungssiedlung gründeten.

Es entwickelte sich damals schnell ein schwunghafter Handel mit Fisch, Tierhäuten, Wolle und Butter. Importiert wurden Salz, Kohle und Wein aus verschiedenen Regionen Europas. Spanien und Frankreich waren die größten Handelspartner in der damaligen Zeit. Verbürgt ist die Tatsache, dass Dingle im 16. Jahrhundert von Königin Elisabeth I die Stadtrechte verliehen wurden.

Dingle: das bunte Städtchen am Atlantik

Die alten irischen Traditionen zeigen sich bei einem Rundgang durch das malerische Küstenstädtchen. Die Häuserfassaden erstrahlen in allen Gassen und Straßenzügen in leuchtenden Farben. Hellblaue Gebäude wechseln sich mit roten Häusern und sonnengelben Fassaden ab.

In traditionellem Stil errichtet, besitzen die meisten Häuser nicht mehr als zwei Stockwerke. Frohsinn und Optimismus strahlen die bunten Straßen der Stadt aus.

In zahlreichen Pubs und Klubs in Dingle werden regelmäßig Live-Konzerte aufgeführt. Bekanntester Pub in der Gegend ist aufgrund seiner langen Tradition „The South Pole Inn“ in Annascaul. Benannt wurde der Pub nach dem Antarktisforscher Tom Crean.

Der Irish Pub liegt in einer idyllischen Umgebung am Flussufer und besitzt einen Garten mit vielen Sitzgelegenheiten. Im John Benny Moriarty Pub wird häufig irische Folkmusik gespielt. Die Besitzer sind selbst begeisterte Musiker und lassen die Gäste oft an ihrem Können teilhaben.

Dingle liegt in einer kleinen Bucht am Atlantischen Ozean. Große Anziehungskraft besitzt der Jachthafen mit seinen zahlreichen, hochseetauglichen Booten. Sanft wiegen sie sich auf den seichten Wellen in der geschützten Bucht.

Video: Dingle town & peninsula, Ireland

Im Hafen laden viele Restaurants, Pubs und kleine Klubs zu einer Pause bei einem Stadtbummel ein. Besucher können sich direkt am Meer leckere Fischgerichte schmecken lassen. Die Gastronomiebetriebe in der Stadt beziehen den Fisch täglich fangfrisch von den ortsansässigen Fischern. Trotz der geringen Einwohnerzahl besitzt Dingle zahlreiche kleine Einkaufsstraßen, in denen sich die Geschäfte aneinanderreihen. Traditionelle Handwerkserzeugnisse werden in vielen Läden der Stadt angeboten.

Legenden und Mythen gehören zu Irland wie Guinness Bier und Fish & Chips. In Dingle berichtet die Legende von einem Delfin, der in regelmäßigen Abständen vor der Küste und in der Bucht auftaucht. Im Jahr 1983 wurde er zum ersten Mal gesichtet und hat sich zu einer touristischen Attraktion entwickelt. Fischer und Journalisten gaben ihm den Namen Fungie.

Zahlreiche Besucher kommen ausschließlich wegen des Delfins nach Dingle. Vom Hafen werden sogar Bootstouren angeboten, auf denen der Delfin, aber auch spektakuläre Felsformationen, Klippen und Höhlen beobachtet werden können. Der Leuchtturm Hussey´s Folly und viele Seevögel gehören zum Erlebnis dieser Rundfahren.

Fungie ist übrigens ein Männchen mit einem Gewicht von 500 kg und er ist ca. 4 Meter lang. Delfine, die so in Freiheit leben, werden bis zu 50 Jahre alt. 

Die Dingle Oceanworld ist eine Erlebniswelt, in der den Besuchern die Unterwasserwelt der Ozeane präsentiert wird. Zahlreiche Schaubecken mit exotischen Meereslebewesen faszinieren die Besucher der Oceanworld. Hier kann die größte Sammlung Irlands von verschiedenen Haiarten in riesigen Meerwasseraquarien bestaunt werden.

Fische, Schildkröten und Seepferdchen aus allen Teilen der Erde haben in der Dingle Oceanworld ein neues Heim gefunden. Neuankömmlinge in der Oceanworld sind 12 Gentoo Pinguine, die in Zoos in Frankreich und Schottland erfolgreich gezüchtet wurden.

Highlight der Unterwasserwelten ist ein neun Meter langer Tunnel, der den Besuchern den Eindruck vermittelt, man befindet sich direkt unter dem Meeresspiegel. Bunte Fische huschen über den Köpfen und zu beiden Seiten der Besucher vorbei. Die Oceanworld befindet sich in unmittelbarer Nähe des Jachthafens an der Uferpromenade im Zentrum der Stadt.

Dingle - Archäologische Funde und landschaftliche Reize

Archäologische Funde in der näheren Umgebung von Dingle erlauben Rückschlüsse auf die lange Besiedlungsgeschichte des Ortes. In kaum einer anderen Region Europas fanden sich in einem kleinen Areal so viele Hinweise auf alte Besiedlungen. Ausgrabungen auf der Halbinsel Peninsula haben ergeben, dass sich bereits vor rund 6.000 Jahren die Jäger und Sammler der Steinzeit an diesem Ort aufhielten.

Grandiose Ausblicke auf den tosenden Ozean können die Besucher von Dingle auf der 30 Kilometer langen Küstenstraße genießen. Die Wellen des Atlantiks schlagen mit ungebrochener Kraft gegen die Küste und die ungezähmte Wildnis des Meeres ist an kaum einem anderen Ort in Irland stärker zu spüren. Einsame Buchten reihen sich an der Küste aneinander und an vielen Orten erheben sich tonnenschwere Megalithen.

Unter den Steinen befinden sich Gräber aus prähistorischer Zeit. Die Dichte an diesen steinernen Zeugen menschlichen Wirkens in diesem Bereich ist überwältigend. Die riesige Zahl an Seevögeln in diesem Küstenbereich fällt sofort auf und ist nicht nur für Ornithologen interessant.

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